Meldung
SSV Kassau dominiert die Landesmeisterschaften im KK-Liegendkampf
20.06.2026 von Anka Venohr
Die Sportschützen des SSV Kassau blicken auf ein sensationelles Wettkampfwochenende im schleswig-holsteinischen Kellinghusen zurück. Bei den diesjährigen Landesmeisterschaften des Norddeutschen Schützenbundes drückte die Delegation aus Ostholstein den Wettbewerben im Kleinkaliber-Liegendkampf auf der 50-Meter-Distanz unmissverständlich ihren Stempel auf. Mit guten Ergebnissen sicherten sich die Kassauer nicht nur zahlreiche Podestplätze, sondern übertrafen in mehreren Klassen auch die Vorjahres-Limitzahlen, welche als Referenzwert für die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in München dienen.
Herren-Klassen: Doppel-Gold und ein überragender Mirco Viebrantz
Für das absolute sportliche Highlight der Meisterschaften sorgte Mirco Viebrantz in der Klasse Herren II. Mit einer Serie von 103,7, 100,1, 101,6, 103,2, 101,5 und fulminanten 103,9 Ringen im finalen Durchgang schoss er sich auf ein grandioses Gesamtergebnis von 614,0 Ringen. Damit krönte er sich unangefochten zum Landesmeister und übertraf den Vorjahres-Referenzwert für München um fast fünf Ringe, was ihm beste Chancen auf das DM-Ticket einräumt.
Dieser Einzeltriumph legte auch den Grundstein für den Erfolg in der Königsklasse Herren I. In der Besetzung Paul Venohr, Hannes Dohm und dem hochgestarteten Mirco Viebrantz sicherte sich die erste Mannschaft des SSV Kassau mit 1792,0 Ringen den Mannschafts-Landesmeistertitel vor der Alten Gaardener Gilde. In der Einzelwertung der Herren I lieferte Hannes Dohm einen packenden Kampf und holte mit starken 598,8 Ringen den Vize-Landesmeistertitel. Paul Venohr komplettierte das hervorragende Mannschaftsergebnis mit 579,2 Ringen auf dem fünften Platz.
Damen-Klassen: Tanja Zupke holt Gold und Hoffen auf die finalen DM-Limits
Auch die Kassauer Damen präsentierten sich in absoluter Topform. In der Klasse Damen I zeigte Tanja Zupke eiserne Nerven und sicherte sich mit 604,9 Ringen verdient den Landesmeistertitel. Den Kassauer Triumph auf dem Podium perfektionierte Kimberley Lau, die sich mit konstant starken Serien und 591,1 Ringen die Bronzemedaille sicherte. Mathilda Chandisingh erreichte mit 579,7 Ringen den sechsten Platz, was dem Team (Kimberley Lau, Judith Viebrantz, Mathilda Chandisingh) im Gesamtklassement mit 1755,1 Ringen die Vize-Landesmeisterschaft hinter dem SchV Elmenhorst einbrachte.
Spannend bleibt der Blick auf die Qualifikation für die Schützinnen, die außer Konkurrenz antraten. Eyleen Heuwinkel feuerte ein gutes Resultat ab und kam mit konstant hohen Serien auf 606,6 Ringe, womit sie den hohen Vorjahres-Referenzwert nur um hauchzarte 0,6 Ringe verpasste. Judith Viebrantz erwischte in der Altersklasse Damen II einen echten Sahnetag, erzielte hervorragende 584,3 Ringe und überwand das Limit des vergangenen Jahres mit einem komfortablen Vorsprung von über vier Ringen, weshalb sie fest mit dem Ticket für die Olympiaschießanlage planen darf.
Altersklassen: Stephan Dohm in eigener Liga und Silber für Rüdiger Witt
In den Altersklassen untermauerten die Routiniers des Vereins, dass an ihnen im Norden kein Weg vorbeiführt. In der Klasse Herren III lieferte Stephan Dohm eine fehlerfreie Galavorstellung ab. Mit Serien von 102,4, 102,8, 101,8, 101,2, 100,8 und 101,1 Ringen katapultierte er sich auf überragende 610,1 Ringe. Damit distanzierte er die Konkurrenz deutlich, feierte den Landesmeistertitel und knackte den München-Referenzwert des Vorjahres um mehr als drei Ringe. Carsten Zupke biss sich in derselben Klasse durch ein taktisches Match und landete mit 571,6 Ringen auf einem starken zehnten Platz, während Torsten Venohr stabile 565,1 Ringe beisteuerte.
In der Klasse Herren IV sorgte Rüdiger Witt für ein weiteres Edelmetall-Highlight. Nach einem konzentrierten Beginn und einer grandiosen Schlussserie von 97,5 Ringen schraubte er sein Gesamtergebnis auf 575,1 Ringe. In einem denkbar engen Teilnehmerfeld belohnte er sich für diese nervenstarke Leistung mit dem Vize-Landesmeistertitel und der Silbermedaille.
Fazit: Das Warten auf die offiziellen Zahlen läuft
Mit dieser geschlossenen Teamleistung über alle Altersklassen hinweg hat der reine Sportverein SSV Kassau einmal mehr bewiesen, dass seine intensive Sportförderung Früchte trägt. Da die Limitzahlen des Vorjahres traditionell eine verlässliche Orientierung bieten, herrscht im Kassauer Lager berechtigter Optimismus vor, bis der Deutsche Schützenbund im Sommer die finalen Zahlen für die Deutsche Meisterschaft bekannt gibt.

