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Gemischte Bilanz in Kellinghusen: Kassauer Pistolenschützen kämpfen mit den eigenen Erwartungen
14.06.2026 von Anka Venohr
Für die Sportschützen des SSV Kassau stand das vergangene Wettkampfwochenende ganz im Zeichen einer anspruchsvollen Standortbestimmung. Bei den Landesmeisterschaften des Norddeutschen Schützenbundes (NDSB) im Landesleistungszentrum Kellinghusen trat die Delegation aus Ostholstein in den schwierigen Kurzwaffen-Disziplinen an. Am Ende überwog bei den Schützen trotz vorderer Platzierungen die sportliche Selbstkritik, da beide Starter hinter ihren eigenen Leistungserwartungen zurückblieben.
In der „Königsklasse des Pistolenschießens“, der 50m Freien Pistole der Herren I, ging Dominik Ohl für den SSV Kassau an den Start. Auf der windanfälligen Langdistanz sicherte er sich mit einem Gesamtergebnis von 450 Ringen zwar auf dem Papier den Vize-Landesmeistertitel hinter Sven Samelin vom Scharbeutzer SchV (478 Ringe). Ohl zeigte sich nach dem Wettkampf jedoch gänzlich unzufrieden mit seiner Vorstellung. Er verfehlte sein gewohntes Leistungsniveau deutlich, was auch der Blick auf die nationale Ebene unterstreicht: Das DSB-Zulassungslimit zur Deutschen Meisterschaft lag im Vorjahr bei 493 Ringen und blieb diesmal außer Reichweite.
Ein ähnliches Bild zeigte sich in der Klasse Herren III der 25m Standardpistole. Hier hielt Andreas Klauck die Kassauer Fahnen alleine hoch, nachdem seine Mannschaftskollegen Axel Singpiel und Torsten Venohr den Wettkampf kurzfristig nicht antreten konnten. Klauck kämpfte sich auf der 25-Meter-Bahn durch die verschiedenen Zeitserien und verbuchte am Ende 480 Ringe. Dies reichte in der Endabrechnung für den 5. Platz in der Landeselite, während der Titel an Viktor Deleske vom PC Rendsburg (527 Ringe) ging. Auch Klauck blieb damit spürbar unter seinen Möglichkeiten und verpasste den nationalen Referenzwert des Vorjahres (520 Ringe) deutlich.